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Die Welt der Druckverfahren – Hier ein Überblick!

Drucken ist nicht gleich Drucken, denn es gibt viele unterschiedliche Drucktechniken. Die gängigsten sind dabei der Digitaldruck, der Offsetdruck und der Letterpress. Die Technik beschreibt dabei das Verfahren, wie die Druckfarbe auf den Bedruckstoff übertragen wird. Der Hauptunterschied liegt allerdings im digitalen und im analogen Druck. Dieser Beitrag zeigt, welche Drucktechniken es gibt und wo die Unterschiede liegen.

Der Hochdruck

Der Hochdruck ist das älteste Druckverfahren der Welt. Es wurde von Johannes Gutenberg im Jahr 1450 erfunden. Das Verfahren heißt deshalb Hochdruck, weil sich die Druckelemente visuell wie auch haptisch von der Druckform abheben. Erhöht auf der Druckform liegen dabei die zu druckenden Stellen. Die Farbe wird bei diesem Druckverfahren direkt von der Druckform auf den Druckstoff übertragen. Daher spricht man hierbei auch von einem direkten Druckverfahren. Ein gutes Beispiel für den Hochdruck ist der Buchdruck. Auch beim Bedrucken von Etiketten wird heutzutage noch der Hochdruck angewendet.

Der Offsetdruck

Beim Offsetdruck liegt die zu bedruckende wie auch die nicht zu bedruckende Stelle auf einer Ebene. Das Verfahren funktioniert auf dem Prinzip einer der Abstoßung von Fett und Wasser. Für den Druck werden Aluminiumplatten verwendet. An den zu druckenden Stellen befindet sich eine Beschichtung, die farbfreundlich ist. An den nicht zu bedruckenden Stellen befindet sich lediglich die blanke Aluminiumplatte. Im Druckprozess wird die Platte mit Wasser benetzt. Die druckenden Stellen stoßen dabei das Wasser ab und nehmen die Druckfarbe an. Über ein Gummituch wird die Farbe auf das zu bedruckende Mittel übertragen. Hierbei handelt es sich um ein indirektes Druckverfahren, da der Bedruckstoff und die Druckform nicht in Berührung kommen. Wer Blöcke mit Logo bedrucken lassen möchte, lässt dies meist im Offsetdruck machen.

Offsetdruck

Der Durchdruck

Die am meisten genutzte Methode beim Durchdruck ist der Siebdruck. Dabei wird die Druckfarbe über einen Gummirakel durch die Öffnungen eines Siebs auf das darunterliegende Druckmaterial gedrückt. In der Regel wird dieses Druckverfahren bei der Werbung und Beschriftung sowie bei Textil- und Keramikdruck verwendet. Je nach Druckmaterial muss eine andere Farbzusammensetzung verwendet werden. Materialien wie Kunststoff, Textilien, Glas, Holz, Keramik und Metall sind für den Siebdruck geeignet. Meist wird der Siebdruck bei kleineren bis mittleren Auflagen verwendet.

Tiefdruck

Der Tiefdruck ist das genau Gegenteil des Hochdrucks. In diesem Fall liegen die zu druckenden Stellen vertieft in der Druckform. Beim Druck wird die gesamte Druckfläche mit Farbe überzogen und dann mit einem Rakel abgezogen, so dass die Farbe nur in den Vertiefungen bleibt. Durch einen hohen Anpressdruck wird die Farbe direkt auf den Bedruckstoff übertragen. Meist wird der Tiefdruck bei Zeitschriften mit hohen Auflagen und im Verpackungsdruck eingesetzt.

Digitaldruck

Das modernste und neuste Druckverfahren ist der Digitaldruck. Bei diesem Verfahren werden die Druckdaten von einem Computer direkt an die Druckmaschine gesendet. Ein klassisches Beispiel für den Digitaldruck ist der Drucker, den jeder auch in seinem privaten Büro benutzt.

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